Ein Gemeinschaftsprojekt

naturstrom realisierte zwischen den oberfränkischen Orten Scheßlitz und Königsfeld zwischen 2011 und 2017 einen Bürgerwindpark mit insgesamt acht Windenergieanlagen.
Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel für die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden und eine aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Neben dem Klimaschutz profitieren vor allem die Menschen aus der Region von den Anlagen.

Technische Details

8

Windräder

25

Megawatt Nennleistung

200

Meter Gesamthöhe

45,5

Millionen Kilowattstunden pro Jahr

Bei drei der Anlagen, die im ersten Bauabschnitt im Jahr 2011 errichtet wurden, handelt es sich um Anlagen des Typs Nordex N100. Die Gesamtbauwerkshöhe beträgt 190 Meter, die Nabenhöhe 140 Meter, der Rotordurchmesser 99,8 Meter. Die Nennleistung ist 2,5 Megawatt, die Einschaltgeschwindigkeit 3,0 Meter pro Sekunde.

 

Die anderen fünf Anlagen, die im zweiten und dritten Bauabschnitt zwischen 2014 und 2017 entstanden sind, sind vom Typ Senvion 3.0 M122. Die Gesamtbauwerkshöhe beläuft sich hier auf 200 Meter, die Nabenhöhe beträgt 139 Meter, der Rotordurchmesser 122 Meter. Diese Anlagen leisten je 3,0 Megawatt, bei einer Einschaltgeschwindigkeit von ebenfalls 3,0 Meter pro Sekunde.

Die Gesamtleistung aller Anlagen liegt bei 25 Megawatt. Zusammen erzeugen sie rund 45,5 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom pro Jahr, das entspricht dem Strombedarf von rund 14.200 durchschnittlichen Dreipersonenhaushalten und einer jährlichen CO2-Einsparung von circa 30.200 Tonnen1.

 

naturstrom arbeitete beim Zuwegungsbau und der Kabeltrassenverlegung eng mit dem nahegelegenen Bürgerwindpark Litzendorf-Hohenellern zusammen, um Synergieeffekte in der Bauabwicklung zu schaffen und die räumliche Nähe der Windparks zu nutzen. Alle acht Windenergieanlagen speisen den produzierten Strom im Umspannwerk Würgau ins Netz ein.

1Berechnung der CO2-Einsparung gemäß CO2-Rechner des Bundesverbands Windenergie (BWE): https://www.wind-energie.de/themen/mensch-und-umwelt/klimaschutz/ Über den BWE-CO2-Rechner kann ermittelt werden, wie viel CO2-Emissionen – unter Berücksichtigung der Vorketten – durch Windenergie vermieden werden. Grundlage der Berechnung ist der vom Bundesumweltamt herausgegebene Bericht “Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger 2017“ (PDF).

Herausragende Zusammenarbeit mit den Gemeinden

Die Erweiterung des Windparks in Scheßlitz-Königsfeld wurde durch das Engagement der Stadt Scheßlitz und der Gemeinde Königsfeld durch Änderungen der Flächennutzungspläne und die Aufstellung von Bebauungsplänen ermöglicht. naturstrom plante die Standorte der Anlagen in Kooperation mit den Ortsansässigen, wobei das Ökoenergieunternehmen auf ein bereits genehmigtes Windrad verzichtete, um einen verträglichen Abstand zur nächsten Bebauung zu garantieren und so die Akzeptanz für den Windpark vor Ort zu fördern.

Bürgerinnen und Bürger
aktiv dabei

Es gehört zur Firmenphilosophie von naturstrom, die Bevölkerung vor Ort vor und während des Baus von Windenergieanlagen zu informieren und einzubeziehen. In Scheßlitz-Königsfeld lud der Ökoenergieversorger dafür im November 2016 Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich bei einer Baustellenbesichtigung über den Windpark und seine Baufortschritte vor Ort zu informieren. naturstrom war mit Infoständen zu den einzelnen Bauphasen des Windprojekts sowie zur Windenergie im Allgemeinen vor Ort präsent. Außerdem erhielten Bürgerinnen und Bürger dort die Gelegenheit, einen Blick ins Innere einer Anlage zu werfen und sich über die technischen Details beim Anlagenherstellers Senvion zu informieren.

Regionale Beteiligung: Ein Gewinn für die Menschen vor Ort

Für naturstrom ist es von besonderer Bedeutung, die Energiewende so bürgernah wie möglich zu gestalten und daher möglichst viele Menschen direkt in die Projekte einzubinden. Bürgerinnen und Bürgern war es beim Windpark Scheßlitz-Königsfeld möglich, sich in Form von Nachrangdarlehen und Kommanditanteilen mit attraktiven Zinsen finanziell am Windpark zu beteiligen. Vorrang hatten dabei die Anrainerinnen und Anrainer der umliegenden Ortschaften.

Nachhaltig, regional
und günstig

Die Windenergieanlagen bringen nicht nur die heimische Energiewende voran, sondern sie lohnen sich auch finanziell für die Anwohnerinnen und Anwohner Mit dem regionalstrom-Tarif Neudorf profitieren die Menschen vor Ort unmittelbar vom Ausbau Erneuerbarer Energien in ihrer Region! Mehr Informationen finden Sie hier.

Erlebbarer Mehrwert für die Gemeinden

Der Ökoenergieversorger verpflichtete sich dazu, einen Teil der Stromerlöse den Ortsteilen für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung zu stellen. So konnte der Spielplatz in Neudorf zu zwei Dritteln aus diesen Geldern gebaut werden. Die Kinder aus Neudorf können jetzt auf Nest- und Kettenschaukeln, einer Rutsche, einer Wippe, einem Federpferd sowie einem Kletterturm spielen. Alle Spielgeräte sind aus Robinienholz von einer lokalen Firma aus dem benachbarten Neuhaus. Sie wurden in Eigenleistung von den Neudorferinnen und Neudorfern errichtet. Auch in Ludwag konnte beispielsweise ein neuer Spielplatz finanziert werden. Zudem wurden zahlreiche weitere Projekte in und um Neudorf/Ludwag/Poxdorf mithilfe der Gelder des Bürgerwindparks umgesetzt.

Einweihung Spielplatz in Neudorf

Bisherige Verwendung von Geldern aus dem Bürgerwindpark

Neudorf:

Spielplatz

Vorplatz des Gemeinschaftshauses

Reparaturen

Sanierung der Kapelle

Renovierung Kühlraum

Neugestaltung Dorfplatz

Partyzelt

Poxdorf:

Defibrillator

Küche im Feuerwehrhaus

Orgelrenovierung der Kirche

WC-Wagen für Dorffeste

Kinderbasteln

Verkehrsspiegel

Erneuerung Spielplatz

Ludwag:

Spielplatz

Gemeinschaftshaus / gemeinschaftliche Lagerfläche

Ausbau der Straßenbeleuchtung

Kehrmaschine

Gestaltung des Dorfplatzes

Erneuuerung Heizung im Gemeinschaftsraum

Erneuerung Pfarrkirche

Tornetze

Im Einklang mit der Umwelt – Artenreichtum rund um die Windenergieanlagen

In direkter Nachbarschaft des Windparks wachsen einheimische, bunt blühende Wildpflanzen, die als Nahrung und Schutz für wildlebende Tiere wie Hasen, Rebhühner und Insekten dienen. Ein doppelter Gewinn für die Umwelt!

Aller guten Dinge sind drei

Die Idee für das Windparkkonzept hatte naturstrom bereits im Jahr 2009. Zwei Jahre später wurde mit dem ersten Bauabschnitt begonnen, pünktlich zum Jahreswechsel am 31. Dezember 2011 gingen die ersten drei Anlagen ans Netz. 2014 wurde eine weitere Anlage im zweiten Bauabschnitt fertiggestellt. Im dritten und letzten Bauabschnitt gingen schließlich Anfang 2017 vier weitere Anlagen in Betrieb.

Bauabschnitt 1:

Mai 2011 – Dezember 2011
Anzahl: 3 Windenergieanlagen, Anlagentyp: Nordex N100

Bauabschnitt 2:

Juni 2014 – Oktober 2014
1 Windenergieanlage, Anlagentyp: Senvion 3.0 M122

Bauabschnitt 3:

Juni 2016 – Januar 2017
4 Windenergieanlagen, Anlagentyp: Senvion 3.0 M122

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Mehr Informationen

Bautagebuch

Mai bis Juni 2011

Zuwegungsausbau und Fundamentgruben werden hergestellt

Juli bis September 2011

Fundamenterstellung Übergabestation Kübelstein wurde gestellt

Juli bis August 2011

Betonturmerrichtung und Kabeltrassenausbau Richtung Kübelstein

Oktober bis Dezember 2011

Großkomponentenanlieferung (Stahlturmsegmente, Maschinenhaus, Triebstrang, Nabe, Rotorblätter), Installation und Innenausbau

31.12.2011

Inbetriebnahme der Windenergieanlagen Nummer 1, 2 und 5

Januar 2012

Probebetrieb, danach Normalbetrieb

Juni 2014

Fundamenterstellung

Juli 2014

Betonturmerrichtung

Juli bis Oktober 2014

Kabeltrassenausbau und Netzanschlussarbeiten

September 2014

Großkomponentenanlieferung (Stahlturmsegmente, Maschinenhaus, Triebstrang, Nabe, Rotorblätter), Installation und Innenausbau

Oktober 2014

Inbetriebnahme der Windenergieanlage Nummer 4

Februar 2015

Probebetrieb aufgrund von Netzausbauarbeiten danach Normalbetrieb

Juni 2016

Fundamentgrubenaushub und Zuwegungsausbau

Juli bis September 2016

Fundamenterstellung und Kabeltrassenausbau zur Übergabestation Kübelstein

Juli bis November 2016

Betonturmerrichtung

Oktober bis Dezember 2016

Großkomponentenanlieferung (Stahlturmsegmente, Maschinenhaus, Triebstrang, Nabe, Rotorblätter), Installation und Innenausbau

Dezember 2016

Inbetriebnahme der Windenergieanlagen Nummer 7 und 8

Januar 2017

Inbetriebnahme der Windenergieanlagen Nummer 9 und 10

März 2017

Probebetrieb, danach Normalbetrieb

Oktober 2017

Windfest

Günstiger Regionalstrom für Franken

naturstrom frankenflex ist der günstige Ökostromtarif von naturstrom für Franken.

Da sich ein großer Teil unserer Erzeugungsanlagen wie der Windpark Scheßlitz-Königsfeld in Franken befindet, können wir unseren Strom im fränkischen Raum zu günstigen Bedingungen liefern.

Mit frankenflex profitieren Sie von einem monatlich wechselnden, flexiblen Arbeitspreis. Dank unserer zahlreichen fränkischen Energieanlagen ist dabei ein automatischer Sicherheitsdeckel nach oben garantiert.

 

Der Vorteil für die Region: 1 Cent pro Kilowattstunde investieren wir in den Bau von weiteren Ökoenergie-Anlagen. Für mehr Unabhängigkeit und mehr Wertschöpfung vor Ort

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Naturstrom

„Anlagen wie der Windpark Scheßlitz-Königsfeld sind die Grundlage der Energiewende. Mit naturstrom frankenflex erhalten Sie 100 Prozent Ökostrom und fördern den Bau neuer Öko-Energieanlagen in Franken“

Oliver Hummel, Vorstandsvorsitzender der naturstrom AG

Gemeinsam den Erfolg feiern!

Die langjährige gute Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und naturstrom feierten die Projektpartner im Oktober 2017 abschließend zusammen mit den Menschen vor Ort mit einem großen Windfest. Dieses wurde direkt an einer der letzten fertiggestellten Windenergieanlagen ausgetragen. Die Besucherinnen und Besucher des Windfestes konnten sich dort einen Einblick in die Technik der Windenergieanlagen verschaffen, während einer Elektro-Auto-Probefahrt die fränkische Landschaft genießen oder sich am regionalen gastronomischen und musikalischen Angebot erfreuen.

Impressionen

Bei einer Baustellenbesichtigung erhielten Interessierte Einblicke in den Baufortschritt

Segnung der Anlagen beim Windfest im Jahr 2017.

Abgerundet wurde das Windfest durch die naturstrom Luftballonrallye, bei der die Besucherinnen und Besucher gemeinsam die biologisch abbaubaren Luftballons samt angehängter Karte in die Abendsonne entließen.

Ein doppelter Gewinn für die Umwelt: In direkter Nachbarschaft des Windparks wachsen einheimische, bunt blühende Wildpflanzen, die als Nahrung und Schutz für wildlebende Tiere wie Hasen, Rebhühner und Insekten dienen.

Eine Infotafel vor Ort informierte über das Projekt und die Bauabschnitte.

Kleine und große Besucherinnen und Besucher konnten sich beim Windfest einen Einblick in die Technik der Windenergieanlagen verschaffen.

Mit dem Bürgerwindpark haben die Gemeinden auch für zukünftige Generationen vorgesorgt. Ein Teil der Stromerlöse kommt den Orten in der Umgebung zugute. Bisher finanziert wurden beispielsweise ein Kinderspielplatz sowie Renovierungen im Feuerwehrhaus und der Kirche.

Der Bürgerwindpark Scheßlitz-Königsfeld ist ein echtes Zukunftsprojekt und ein starkes Zeichen für eine regionale, unabhängige Energieversorgung. Zusammen erzeugen acht Anlagen rund 45,5 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom pro Jahr, das entspricht dem Strombedarf von rund 14.200 durchschnittlichen Dreipersonenhaushalten.

Der Bau des Bürgerwindparks erfolgte in drei Bauabschnitten. Im Jahr 2011 gingen die ersten drei Anlagen ans Netz. 2014 wurde eine weitere Anlage im zweiten Bauabschnitt fertiggestellt. Im dritten und letzten Bauabschnitt folgten Anfang 2017 schließlich vier weitere Anlagen.

Windfest 2017: Für regionale musikalische Untermalung war gesorgt.

Der neue Spielplatz in Neudorf wird eingeweiht. Dieser wurde zu zwei Dritteln aus Geldern aus dem Bürgerwindpark finanziert.

Über uns

naturstrom AG

Die naturstrom AG wurde 1998 in Düsseldorf gegründet und versorgt mehr als 300.000 Haushalte, Unternehmen und Institutionen mit naturstrom, naturstrom ökogas und nachhaltiger Wärme. Damit ist naturstrom der größte unabhängige Ökostromanbieter in Deutschland. Das Unternehmen setzt auf den konsequenten Ausbau dezentraler Erneuerbarer Energien. Rund 350 Öko-Kraftwerke sind durch Mitwirkung von naturstrom bislang ans Netz gegangen. Zudem realisiert naturstrom verbrauchsnahe, sektorenübergreifende Versorgungslösungen: von der ökologischen Nahwärmebelieferung in ländlichen Kommunen über Mieterstrom bis hin zu Strom, Wärme- und E-Mobilitätsangeboten für Betriebe oder Quartiere. 500 Beschäftigte bringen an 15 Standorten die Energiewende voran. Für ihre Vorreiterrolle wurde die naturstrom AG vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Europäischen Solarpreis.

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Windpark Scheßlitz-Königsfeld

Bau mit Drohnenbildern

Bau im Zeitraffer